Sauna, Schwitzen und Sinn

Salz-Peeling auf der Haut. Grobe Körner haften am ganzen Körper. Ein komisches Gefühl. Hitze dringt in jede Pore. Die Sauna bebt und die Aufguss-Meisterin wedelt zu orientalischen Klängen durch die Luft. Die Musik trifft mitten ins Herz. Nach drei Aufgüssen fühlt sich mein Körper platt und schwer an. Eine tiefe, aber vitale Müdigkeit macht sich breit. 


Soweit ein kleiner Einblick in einen Saunaaufguss an einem Freitagabend. So nahe liegt Sinnlichkeit bei den Sinneswahrnehmungen. Die fünf Sinneskanäle transportieren die äusseren Eindrücke ins Zentrum, dem Hirn. Empfindungen, Gedanken, Gefühle und Handlungen entstehen.  

Sinn und Sinnes-Eindrücke hängen zusammen. So wie die Samen und die Ernte ein Ganzes bilden. Sinn entsteht, wenn ein Gefühl der Bedeutsamkeit da ist. 


Die fünf Sinne - Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten - verbinden das Ich mit der Welt. Und zum Glück sind die Sinne flexibel. Die Wahrnehmung passt sich an. Das Hirn ist plastisch. 


Und der sechste Sinn? Ja, da ist noch etwas mehr. Etwas Übersinnliches, Transzendentes, Jenseitiges. Nebst den Sinneswahrnehmungen mag uns auch Anderes mit der Welt verbinden. 

„Sensibel“ lässt sich damit leicht ins richtige Licht rücken und nicht mehr mit hyperreaktiv koppeln. Vielmehr bildet die Sensitivität oder Empfindsamkeit Grundlage, um unsere inneren und äusseren Welten wahr zu nehmen, zu begreifen („Nicht mit den Händen, nur mit den Augen schauen“... was für ein Quatsch...) und in Worte zu fassen. 


Does this make sense to You? 

„Sinnlose“ Worte oder sinnliche Eindrücke?...


Mit sinnlich herzlichen Grüssen 

Mathias